Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31/2016 - 22.03.2016

Mecklenburg-Vorpommern: Arbeitgeber dürfen tariflose Zustände nicht dulden: Fachkräfte bleiben nur, wenn Tarifverträge gelten

Die Gewerkschaften fordern von den Arbeitgeberverbänden, Tarifverträge in Mecklenburg-Vorpommern zur Regel zu machen und Ausnahmen davon in ihrer Mitgliedschaft nicht zuzulassen. „Nur so kann der Abgang von immer mehr Fachkräften verhindert werden. Kalkulationen, die auf Sozial- und Lohndumping beruhen, haben nirgendwo eine Zukunft, aber im Nordosten am allerwenigsten. Deshalb sind Mitgliedschaften von Unternehmen ohne Tarif (OT)  in den Arbeitgeberverbänden auch das falsche Signal. Die Unternehmensverbände sollen das Gejammer einstellen und eine „Offensive Tarifvertrag“ starten, damit die Wirtschaft im Land stark bleibt und stärker wird“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord.

 

Die Vereinigung der Unternehmensverbände MV hatte demgegenüber erklärt, vor allem kleineren Unternehmen falle es häufig schwer, die über die Lohnhöhe hinaus vereinbarten Standards einzuhalten. „Es gibt auch keine Vermieter, die auf Mietverträge und verbindliche Mietzahlungen verzichten. Und im Supermarkt wird an der Kasse immer das gezahlt, was auf dem Preisschild steht“, sagte Polkaehn. Daher sei die Beendigung tarifloser Zustände der einzig richtige Weg in Mecklenburg-Vorpommern: „Wir brauchen eine deutlich steigende Tarifbindung mit höheren Löhnen, die bei allen Beschäftigten ankommen. Daran müssen auch die Arbeitgeber endlich konsequent mitarbeiten.“ Dies schütze auch die Unternehmen, die die Standards einhalten und der Schmutzkonkurrenz von Lohndumpingfirmen ausgesetzt sind.

                                  


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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