Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 03-2015 - 25.03.2015
1.Rostocker Asbest-Workshop

Gründung einer Asbestose-Selbsthilfegruppe


Einladung zum 1.Rostocker Asbest-Workshop
verbunden mit der Gründung einer Asbestose-Selbsthilfegruppe in Mecklenburg-Vorpommern


am Mittwoch, den 22. April 2015 von 10.00 bis 16.00 Uhr

Festsaal des Rostocker Rathauses, Neuer Markt 1, 18055 Rostock 


Über 20 Jahre ist Asbest in Deutschland verboten – aber die Bedrohungen für die Gesundheit sind heute aktuell wie nie. Bei Menschen, die vor 30, 40 oder gar 50 Jahren mit Asbest gearbeitet haben, bricht aufgrund der langen Latenzzeiten erst heute der asbestbedingte Krebs aus. Der Höhepunkt der Krankheitsrate ist noch immer nicht erreicht. Täglich sterben in Deutschland asbestbedingt, vier bis fünf Menschen als anerkannte Berufskranke. Insgesamt wird die Dunkelziffer doppelt so hoch geschätzt.

In beiden Teilen Deutschlands, so auch in Mecklenburg-Vorpommern, war Asbest im Schiffbau, in der Seefahrt und in der Bauindustrie der ideale Baustoff des zwanzigsten Jahrhundert.

Wir wollen den Betroffen helfen, die Bürokratie der Anerkennung ihrer Berufskrankheit zu überwinden. Zwar ist Asbestose als Berufskrankheit seit Jahr-zehnten anerkannt, jedoch müssen Betroffene den Vollbeweis erbringen und den Kontakt mit Asbest beweisen, auch wenn dieser Jahrzehnte zurückliegt.

Zu unserem Asbest-Workshop haben wir einige hervorragende Persönlichkeiten aus Justiz, Wissenschaft, Gewerkschaft und der Gewerbeärzteschaft als Referenten für diese Veranstaltung gewinnen können. Die Stadt Rostock unterstützt unser Vorhaben, in dem sie uns den Festsaal des Rathauses für unsere Veranstaltung zur Verfügung stellt.

Programm

  • Deutschland und seine Asbestopfer (Dr. Evelyn Glensk, Bundesverband der Asbestose-Selbsthilfegruppen )
  • Lage der Asbestopfer an der ostdeutschen Küste/ Mecklenburg-Vorpommern (n.n.)
  • Der Leidensweg des Asbestopfers (Manfred Clasen, Bundesverband der Asbestose-Selbsthilfegruppen)
  • Das Berufskrankheitenverfahren und die Arbeit der Renten- und Widerspruchsausschüsse (Sönke Bock, IG-Metall Küste)
  • Was ist für die Diagnostik Asbestbedingter Berufskrankheiten erforderlich - was nicht? (Prof. Dr. med. Xaver Baur, Arbeitsmedizin Charité Berlin)
  • Fallstricke beim Beweis der Asbestexposition in der Arbeitsbiographie. Was ist wichtig? (Dr. Michael Heger, Ltd. Gewerbemedizinaldirektor des Saarlandes)
  • Zur Notwendigkeit einer Beweislastumkehr (Prof. Dr. Joachim Heilmann)
  • Berufskrankeninitiative der IG-Metall (Sönke Bock, IG-Metall Küste)
  • Gründung einer Asbestose-Selbsthilfegruppe in Rostock, Arbeit in der Selbsthilfegruppe, Vorstandsarbeit, Zukunfts-Perspektiven (Harald Niemann Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. )
  • Erfahrungen mit Asbest an Bord der ehemaligen Schiffe der DSR und Gründung einer Asbestose-Selbsthilfegruppe in Rostock (Karl-Ernst Eppler (Rostock) und Harald Niemann)

Alle Interessenten sind hiermit herzlich eingeladen.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Für unsere Organisation benötigen wir Ihre Anmeldung bis Mittwoch, den 15.4.2015
am besten per Email an:
Dr. Evelyn Glensk: glensk-bundesverband@asbesterkrankungen.de
oder per Fax 040 427948215
oder Tel. 040 42837 3583

Ansprechpartner vor Ort und für die Gründung der Asbestose-Selbsthilfegruppe Mecklenburg-Vorpommern
Karl-Ernst Eppler
Email: karl-ernst-eppler@freenet.de
Tel.: 03820 770692

Das Rostocker Rathaus (Station: Neuer Markt) ist vom Hauptbahnhof in 4 Minuten mit der Straßen-bahn-Linie 5 und 6 zu erreichen.
Zu Fuß ca. 20 Minuten.


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